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März 28

Martin Hiller –
Schallplattenversatzstücke als fließende Klangcollagen
In seiner Musik verwendet Martin Hiller viele verschiedene Klangquellen. Neben Gitarren, Synthesizern, Spielzeuginstrumenten, Tonbandschleifen und allerhand gefundenen Klangerzeugern, verwendet er auch alte Schallplatten.
Ganz im Sinne einer freien Collage loopt und schichtet Martin Hiller Fragmente von live abgespielten Schallplatten und fügt ihre Versatzstücke zu neuen Klangkaleidoskopen zusammen.
Mit diesem Arbeiten mit bereits existierendem, vorgefundenem, schon irgendwie codiertem, also auf Tonträger gepresstem, im positiven Sinne vorbelastetem Material zollt Martin Hiller einem wesentlichen Verständnis das er von Musik hat Tribut:
„Für mich ist Musik immer eher etwas, das passiert. Etwas, das vorkommt, auf- und abschwappt, ein bojenartiges Auftachen klanglicher Ereignisse, die in der Summe natürlich mehr als ihre einzelnen Teile sind: insgesamt ein schönes Sirren, Simmern, Wimmern und Wummern, ein Leiern, Lärmen, Eiern und Oszillieren; ein Winden und Walzen und Walzern und Walgen innendrin erzeugen, im tiefen Walfischbauch des Innenohres und den dort angestöpselten Signalverwaltern, Klangentschlüsslern und Wortverstehern, kurz: den magischen Tools in Körper, Geist und dem anderem schrulligen Zeug, das uns als Menschen vom Stein zu unterscheiden scheint. Jene Versteh- und Fühlwerkzeuge, die aus dem Gehörten dieses irre Unbenennbare machen, nach dem der mürbe Mensch sich sehnt: das klingende Singen von innerer Regung und Empfindung.“ (Quelle: http://www.martin-hiller.de/musik-als-schichtung-dichtung-plunderphonics-als-hohes-prinzip)
Das hier gezeigte Video ist Teil eines Klang-Tagebuchs aus dem Herbst 2018, in dem Martin Hiller nahezu täglich freie Musik spielte und als Videos ins Internet stellte.
Video:
Martin Hiller spielt „Plunderphonics“ von Vinyl, 01. Dezember 2018

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Datum:
März 28